Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser, Sohn jüdischer Eltern, stellt sich in der Debatte um die Äußerungen von Günter Grass auf die Seite des Schriftstellers. Ein Gespräch über den Verlauf der Diskussion in Deutschland und Frankreich, über Kritik an Israel und “jüdischen Selbsthass”.
GRASS-GEDICHTReich-Ranicki attackiert Grass
Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat Günter Grass für dessen Israel-Gedicht „Was gesagt werden muss“ scharf angegriffen. Er bezeichnet das Gedicht als ekelhaft, es sei politisch und literarisch wertlos.
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Das Gedicht sei ein geplanter Schlag nicht nur gegen Israel, sondern gegen alle Juden.
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ISRAEL UND GÜNTER GRASS
Klarsfelds Hitler-TrumpfDie Kritik wird schärfer: Beate Klarsfeld vergleicht das Gedicht von Günter Grass mit einer antisemitischen Drohrede Hitlers. Ein bekannter Journalist hingegen verteidigt den Dichter.
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In einer Mitteilung am Freitag zitierte Klarsfeld aus einer Drohrede, die Hitler 1939 gegen „das internationale Finanzjudentum“ gehalten habe. Sie fuhr fort, wenn man den Ausdruck „das internationale Finanzjudentum“ durch „Israel“ ersetze, „dann werden wir von dem Blechtrommelspieler [gemeint ist Grass] die gleiche antisemitische Musik hören“.
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Waffen im Tausch gegen FriedenDie USA wollen offenbar ganz in Ruhe ihre Präsidentschaftswahlen abhalten, ein neuer Krieg käme ihnen nicht gelegen. Offenbar vor diesem Hintergrund – so mutmaßen israelische Zeitungen – soll die US-Regierung den Israelis neue Waffen angeboten haben, wenn das Land im Gegenzug jetzt auf einen Krieg gegen Iran verzichtet.

Yehuda Bauer warnt vor einer Eskalation im israelisch-iranischen AtomdissensDer israelische Historiker Yehuda Bauer warnt eindringlich vor einem militärischen Vorgehen Israels gegen den Iran. Es würde im ganzen Mittleren Osten einen Krieg auslösen, die Hisbollah würde “Zehntausende” Raketen auf Israel regnen lassen. Es sei im Interesse der gesamten zivilisierten Welt, einen israelischen Alleingang zu verhindern.
Israels Premier Netanjahu reist nach Washington – und er hat einen klaren Auftrag. Sein Land will von den USA konkrete Zusagen für militärische Operationen gegen Iran. Doch die Regierung Obama zögert. Sie befürchtet eine Kettenraktion im Nahen Osten, aber auch Terror-Attacken im eigenen Land. Auch für Deutschland gibt es entsprechende Szenarien.
Hunderte Menschen haben in den USA und Kanada gegen einen möglichen Krieg mit dem Iran demonstriert.Hunderte Menschen haben in den USA und Kanada gegen einen möglichen Krieg mit dem Iran demonstriert. “Kein Krieg, keine Sanktionen, keine Intervention, keine Ermordungen”, war auf einem Spruchband in New York zu lesen, wo wie in 80 weiteren Städten Proteste stattfanden. Der CDU-Abgeordnete Ruprecht Polenz warnte unterdessen vor den Folgen eines Militärangriffs, der laut dem US-Senator John Kerry in den kommenden Monaten denkbar ist.
Explosiver PlotMossad-Agenten, verkleidet als Frauen, und ein explodierender Atomreaktor in Iran: Aus diesen Zutaten hat eine israelische Kabelfernsehfirma einen makaberen Werbespot gemixt. Der Videoclip verbreitet sich im Netz rasant – und erzürnt die Gemüter in der Islamischen Republik.
Die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs auf den Iran steht und fällt mit der Bereitschaft Chinas und Russlands, ihrem Bündnispartner im Kriegsfall zu Hilfe zu eilen. Doch wie weit reicht deren Risikobereitschaft, nicht zuletzt angesichts gewaltiger Herausforderungen im eigenen Land?Die Summe der Faktoren, die hier zusammentreffen, ist groß. Zu groß, als dass eine eindeutige Aussage bereits jetzt getätigt werden könnte. Die Rollen Chinas und Russlands treffen auf die Rolle Israels, der USA und Europas und nicht zuletzt spielt auch der Iran selbst eine entscheidende Rolle in diesem hochgefährlichen ‘Spiel’. Alles erscheint sehr verflochten und undurchschaubar. Stellt man jedoch alle bekannten Faktoren nebeneinander, so schält sich ein erstes Bild aus dem Nebel, der die derzeitige Situation umgibt. Beginnen wir mit China.
Straße von HormusStreit zwischen Iran und USA um wichtige Ölroute spitzt sich zu
Im Konflikt um eine mögliche Blockade der Meerenge am Persischen Golf verhärten sich die Fronten. Die Wasserstraße gehört zu den wichtigsten Transportwegen für Öl und Gas. Ein gefährliches Machtspiel hat begonnen.
Das Urteil dürfte die Spannungen zwischen Washington und Teheran verschärfen: Einem US-Bundesgericht zufolge trägt Iran Mitverantwortung für die Terroranschläge vom 11. September 2001 – das Land reagierte zunächst nicht auf den Richterspruch.Ein Bundesgericht in New York hat das Terrornetzwerk al-Qaida, die Taliban und Iran für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht. Mit seinem Säumnisurteil reagierte Richter George Daniels am Donnerstag auf eine 100-Milliarden-Dollar-Klage von Angehörigen der Anschlagsopfer. Fragen wie das Festsetzen von Schadensersatz verwies er an ein untergeordnetes Gericht.
Na, wenn das keinen Angriff rechtfertigt, hat ja mit dem Irak und Afghanistan auch schon funktioniert.
Ken Jebsen über den bereits beschlossenen Krieg gegen den Iran: Der Krieg gegen den Iran ist seit langem beschlossen. Während wir in der Presse erleben, wir die Propaganda gegen das Land hochgefahren wird, kommt es an den Grenzen des Iran bereits zu militärischen Provokationen. Die Lunte brennt, nur dass das Pulverfass Nahe Osten diesmal mit einem Atomschlag detonieren könnte.