“Grass hat etwas Vernünftiges gesagt”



Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser, Sohn jüdischer Eltern, stellt sich in der Debatte um die Äußerungen von Günter Grass auf die Seite des Schriftstellers. Ein Gespräch über den Verlauf der Diskussion in Deutschland und Frankreich, über Kritik an Israel und “jüdischen Selbsthass”.

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2 Kommentare

  1. martin sagt:

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    Ich finde wichtig, dass Grass auch Unterstützung von (pro-)jüdischen und israelischen Menschen bekommt. Das sind die einzigen Kritiker, die nicht gleich als Antisemiten beschimpft werden können. Aber irgendwie habe ich zu dem Thema schon längst alles gesagt, was ich dazu sagen wollte. Wenn du auch wieder über PI-News und “Freiheit” berichten willst:

    http://nrw.diefreiheit.info/einladung/

    Nach der Spaltung durch Michael Stürzenberger besteht die “Freiheit” teilweise aus völlig ruinierten Landesverbänden, die immer wieder an lächerlichen Formalien scheitern und so nicht wählbar sind. Danke, Michael Stürzenberger, du bist der Held aller Linken! :)

    • martin sagt:

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      Könntest du irgendwas zum Thema PI-News oder NRW-Landtagswahl posten, damit ich sowas nicht mehr off-topic posten muss? Die “Freiheit” ist ziemlich gespalten und chaotisch! :)

      Liebe Mitglieder in NRW!

      Ende März erfuhr der Bundesvorstand – leider eher zufällig – von der Absicht Ihres Landesverbandes, die Auflösung des Landtages und Neuwahl zum Anlass zu nehmen, selbst zur Wahl anzutreten. Die Mitglieder des Bundesvorstandes waren zunächst geteilter Meinung zu dieser Entscheidung, war uns doch bewusst, welche Schwierigkeiten sich durch die Zeitnot ergeben würden.

      Wir haben darüber diskutiert, welchen Frust ein eher bescheidenes Wahlergebnis bei unseren Mitgliedern auslösen wird, da für die Erhöhung unseres Bekanntheitsgrades als wichtigste Voraussetzung, um überhaupt in der Hektik eines Wahlkampfes wahrgenommen zu werden, die notwendige Zeit fehlte.

      Dennoch haben wir auch die Chancen gesehen und deshalb kurz nach der Entscheidung des Landesparteitages in NRW im Bundesvorstand entschieden, alles dafür zu tun, die Absicht unserer Mitglieder in NRW bestmöglich zu unterstützen.

      Ich schreibe Ihnen, weil der gesamte Bundesvorstand überhaupt nicht verstehen kann, warum wir nun bereits in einem so frühen Stadium des Wahlkampfes das Handtuch werfen müssen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass Ihr Landesvorsitzender Reinhard Fiala jede Hilfe und Unterstützung ausgeschlagen hat.

      Konkret haben wir angeboten, auf dem Sonderparteitag anwesend zu sein. Unser Vorstandmitglied Holger Kopton hatte sich hierfür die nötige Zeit genomen. Der Landesvorsitzende lehnte jedoch ab. Die Landesverbände Niedersachsen und Hessen haben angeboten, bei der Sammlung notwendiger Unterstützerunterschriften zu helfen, mehrere Mitglieder waren bereit, nach NRW zu reisen. Unsere stellv. Bundesvorsitzende, Andrea Falkenstein, nahm sich vorsorglich einen Tag Urlaub. Jedoch lehnte Ihr Landesvorsitzender dieses erneut ab.

      Unser Vorstandsmitglied, Dr. Ingo Jaeckel, entschied daraufhin, nach Herne zu fahren, um in einem Gespräch mit dem Landesvorsitzenden die Blockadehaltung aufzubrechen. Die Gespräche, die wir mit anderen Mitgliedern des Landesvorstandes führten, hatten beinahe etwas Konspiratives. Deshalb setzten wir auf ein positives Ergebnis des Gespräches mit Reinhard Fiala direkt. Ungeachtet dieser Situation opferte ein Vorstandsmitglied in Hessen jede freie Minute der Osterzeit, um dem Landesverband NRW einen eigenen Webauftritt herzustellen.

      In der gleichen Zeit haben wir einen promovierten und erfahrenen Wahlkampfmanager kontaktiert und letztlich auch beauftragt, die Wahlkampforganisation federführend in Zusammenarbeit mit dem Bundes- und Landesvorstand zu übernehmen. Bereits in der Vorbereitungszeit knüpfte er zahlreiche Kontakte und traf sich mit potentiellen Unterstützern. Im Vordergrund dieses Wahlkampfes sollte die stetig wachsende Bevormundung durch die Politik stehen, der wir die freie Selbstbestimmung entgegengesetzt hätten.

      „Ich nehme mir die Freiheit“ war der passende Slogan für mehr Demokratie und weniger politischer Unfreiheit. Die Kosten für eine solche Kampagne hätte die Gesamtpartei getragen, denn wir waren nicht nur vom Gesamtkonzept überzeugt, sondern auch davon, dass es damit gelungen wäre, ausreichend finanzielle Unterstützer zu finden.
      Heute stehen wir sprachlos vor der Tatsache, dass der feste Wille Ihres Landesvorsitzenden, Reinhard Fiala, alles in Eigenregie organisieren zu wollen, gänzlich gescheitert ist.
      Wir können nicht verstehen, warum Angebote zur Koordinierung der Unterschriftensammlung nicht genutzt wurden und warum es zu einer derartigen Blockade durch den Landesvorsitzenden gekommen ist.

      Wir wissen von einigen Mitgliedern, die hunderte Kilometer zurückgelegt haben, um die notwendigen Unterschriften zusammenzutragen. Wir wissen, dass es an der Einsatzbereitschaft unserer Mitglieder in NRW und darüber hinaus nicht gefehlt hat.
      1.000 Unterstützerunterschriften waren lediglich die erste Hürde, die es zu nehmen galt. Wir sind uns darüber im Klaren, dass ein Wahlerfolg nicht selbstverständlich und ganz sicher von vielen Faktoren abhängig war. Uns ist auch bekannt, dass es widersprüchliche Aussagen vom Landeswahlamt gegeben hat, die die Situation zusätzlich erschwerte.
      Ebenso enttäuschte und aktive Mitglieder Ihres Landesvorstandes werden in Kürze einen erneuten Landesparteitag einberufen, auf dem die Zusammenhänge und Hintergründe ganz sicher erläutert werden können und müssen.

      Heute appelliere ich an unsere Mitglieder in NRW, nun nicht zu resignieren. Wie in anderen Landesverbänden inzwischen erfolgreich vollzogen, ist es wünschenswert nun auch in NRW, in unserem nach wir vor stärksten Landesverband, das Potential von fähigen und erfahrenden Mitgliedern zu nutzen, um einen Landesvorstand zusammenzustellen, der sich künftigen Wahlen ohne die genannten Unzulänglichkeiten stellen kann und wird. Denn auch wenn die Piraten als neuer „Stern“ der Parteienlandschaft zahlreiche Protestwähler oder ehemalige Nichtwähler zu binden imstande sind, handelt es sich bei dieser Partei lediglich um eine neue linke Partei. Bürgerliche, konservative aber auch liberale Wähler haben nach wie vor keine politische Heimat. Diese Lücke zu schließen, bleibt nach wie vor unser Ziel. Dafür wird jeder Einzelne von uns gebraucht!

      Beste Grüße
      Ihr
      René Stadtkewitz
      Bundesvorsitzender

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